Wien (OTS) – Im Mittelpunkt des heuer neu eröffneten
Tagesstruktur-Standorts von
Jugend am Werk steht die Unterstützung zu größtmöglicher
Selbstständigkeit. In der Pogrelzstraße im 22. Bezirk werden aktuell
31 Menschen mit Behinderung begleitet und gefördert. Speziell für
Menschen im Autismus-Spektrum und mit komplexem Betreuungsbedarf
wurden vor Ort neue Rahmenbedingungen geschaffen, um sie in hoher
Qualität zu betreuen. Begleitet werden sie von einem
multiprofessionellen Team aus 17 Mitarbeiter:innen, der Fonds
Soziales Wien (FSW) fördert die Kund:innen. Auch in den Neubau
investierte der FSW.
Die Tagesstruktur richtet sich an Menschen mit Behinderung, die
aktuell oder dauerhaft nicht in den Arbeitsmarkt integriert werden
können. Das Angebot orientiert sich an den persönlichen Fähigkeiten,
Interessen und Bedürfnissen und umfasst kreative, lebenspraktische
und bewegungsorientierte Aktivitäten ebenso wie individuelle
Förderangebote und Rückzugsmöglichkeiten. Ziel ist es,
Selbstbestimmung und Fähigkeiten zu stärken, Entwicklung zu
ermöglichen und größtmögliche gesellschaftliche Teilhabe auch für
Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf zu erreichen.
Bei einem Besuch machten sich Sozialstadtrat Peter Hacker und FSW
-Geschäftsführerin Susanne Winkler ein Bild von der Betreuung in der
Tagesstruktur Pogrelzstraße.
„Wien setzt auf Inklusion und schafft immer weiter die
Voraussetzungen dafür, dass alle Menschen am gesellschaftlichen Leben
teilhaben können. Das gilt auch für Menschen mit Behinderung, die
eine sehr intensive Betreuung benötigen. Dafür braucht es vielfältige
Angebote, die auf individuelle Bedürfnisse eingehen – wie am neuen
Tagesstruktur-Standort von Jugend am Werk in der Pogrelzstraße. Als
Stadt investieren wir in die soziale Infrastruktur und setzen unseren
Weg als inklusive Stadt entschlossen fort“ , sagt Sozialstadtrat
Peter Hacker.
97 Tagestrukturen in Wien für Menschen mit Behinderung
Der FSW fördert insgesamt bereits rund 4.900 Kund:innen in 97
Tagesstrukturen in ganz Wien. Mit dem neuen Standort wird das
wichtige Angebot erweitert. „Unser Ziel ist es, Menschen mit
Behinderung ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Bei komplexen
Betreuungsbedarfen erfordert das ganz spezielle Rahmenbedingungen.
Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen gelingt es uns, auch für
diese Zielgruppen inklusive Angebote zu gestalten. Der neue Standort
von Jugend am Werk ist ein gutes Beispiel dafür: Hier erhalten
Menschen im Autismus-Spektrum und Menschen mit hohem Betreuungsbedarf
die Unterstützung, die sie brauchen. Damit erweitern wir gezielt das
Angebot entlang der sich verändernden Bedarfe“ , betont FSW-
Geschäftsführerin Susanne Winkler.
Individuelle Betreuung bei hohem Unterstützungsbedarf
Jugend am Werk bietet für Menschen mit Behinderung zahlreiche
Angebote in Wien, dazu zählen unter anderem 20 Tagesstrukturen. „Für
Menschen im Autismus-Spektrum können Geräusche, Licht, Berührungen
oder Veränderungen sowie Kommunikation und soziale Situationen
Herausforderungen darstellen“ , erklärt Brigitte Gottschall,
Geschäftsführerin von Jugend am Werk. „In unseren bestehenden
Tagesstrukturangeboten stehen dafür nicht immer die notwendigen
Rahmenbedingungen oder Plätze zur Verfügung. Die Tagesstruktur
Pogrelzstraße wurde deshalb in enger Abstimmung mit dem Fonds
Soziales Wien geplant, um Menschen mit besonders hohem
Unterstützungsbedarf ein passendes Angebot zu ermöglichen. Dies
unterstreicht auch den inhaltlichen Wandel im Angebot der
Tagesstrukturen von Jugend am Werk.“
Über Behinderung und Inklusion im FSW
Der FSW unterstützt Menschen mit Behinderung bei einem möglichst
selbstbestimmten Leben und versorgt in diesem Bereich gemeinsam mit
77 Partnerorganisationen rund 15.500 FSW-Kund:innen in Wien. Das
Angebot reicht vom Teil- oder Vollbetreuten Wohnen, von der
Tagesstruktur über Berufsqualifizierung und Arbeitsintegration sowie
Mobilitätskonzepten und Fahrtendienst bis hin zur Frühförderung.
Zusätzlich hat der FSW Formate geschaffen, die die Selbstbestimmtheit
der Zielgruppe fördern und setzt im Rahmen des Programms „Inklusives
Wien 2030“ zahlreiche Maßnahmen zur Stärkung von Inklusion und
Teilhabe.
Über Jugend am Werk
Die „Jugend am Werk Sozial:Raum GmbH“ unterstützt und begleitet
jährlich mehr als 4000 Menschen mit Lernschwierigkeiten und
Behinderung auf ihrem Weg zu Selbstbestimmung, Selbstverantwortung
und Teilhabe an der Gesellschaft in den Bereichen Arbeit und
Beschäftigung, Mobilität, Wohnen sowie in der beruflichen Inklusion
und Qualifizierung.