Mehrwegflaschen: Biertrinker*innen beim Einkauf vorbildlich

Wien (OTS) – Dass Mehrwegflaschen im Aufwärtstrend liegen und
besonders bei
Biertrinker*innen beliebt sind, zeigt ein Bericht des BMLUK. DIE
UMWELTBERATUNG erklärt den Unterschied zwischen Einweg und Mehrweg
und stellt im Infoblatt „Ranking der Getränkeverpackungen“ auf
www.umweltberatung.at/getraenkeverpackungen dar, warum Mehrweg die
beste Verpackung ist. Umfassende Informationen zum Thema Mehrweg sind
auf www.umweltberatung.at/mehrweg zu finden.

Einen positiven Trend zu Mehrweg zeigt der Bericht „Mehrweg im
Lebensmitteleinzelhandel“ des Bundesministeriums für Land- und
Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und
Wasserwirtschaft (BMLUK). „Gut, dass es zumindest eine leichte
Steigerung des Mehrweganteils gab, die angepeilten Ziele werden aber
bisher nicht erreicht. Dazu wären eine Nachschärfung der Vorgaben
oder zusätzliche Maßnahmen zur Forcierung von Mehrweg erforderlich“,
meint Elmar Schwarzlmüller, Kreislaufwirtschafts-Experte von DIE
UMWELTBERATUNG. Der Anteil der Mehrweggebinde bei den Getränken im
Lebensmittelhandel ist 2025 von 20,2% auf 22,6% gestiegen. Vom im
Abfallwirtschaftsgesetz festgelegten Ziel, die Mehrwegquote der
insgesamt in Verkehr gesetzten Getränke bis 2025 auf 25 % und bis
2030 auf 30 % zu erhöhen, ist Österreich noch entfernt.

Zwtl.: Bier in Mehrwegflaschen besonders beliebt

Spitzenreiter bei den Mehrwegverpackungen in Österreich ist laut
BMLUK das Bier: 2025 wurden im Lebensmitteleinzelhandel 62,7 % des
gesamten Biervolumens in Mehrwegflaschen verkauft. Milch und Wasser
gingen zu jeweils rund 11 % in Mehrwegflaschen über den Ladentisch.
Die Schlusslichter hinsichtlich Mehrweganteil sind Saft mit 4,3 % und
Limonaden mit 3,9 %. Gerade bei den Limonaden liegt noch ein großes
Potenzial für mehr Mehrwegverpackungen, denn ihr Absatzvolumen macht
30,3 % aller Getränke aus. Hier sollte das Mehrwegangebot unbedingt
noch weiter ausgebaut und beworben werden.

Dass der Trend beim Getränkekauf insgesamt leicht in Richtung
Mehrweg geht, hat mit den gesetzlichen Vorgaben zu tun. Seit 2024
muss im Lebensmittelhandel bei den meisten Getränkearten zumindest
ein kleiner Teil in Mehrweggebinden angeboten werden. Auch die
Einführung des Einweg-Pfands kann bei der Entwicklung eine Rolle
gespielt haben.

Zwtl.: Pfand ist nicht gleich Mehrweg

Sowohl auf Einwegflaschen als auch auf Mehrwegflaschen gibt es
Pfand, beide werden also ins Geschäft zurückgebracht. Um sich bewusst
für Mehrwegflaschen zu entscheiden, ist es wichtig, den Unterschied
zwischen Einweg und Mehrweg zu kennen:

– Einwegpfand: Flaschen und Dosen werden zurückgegeben und recycelt.
Das Material wird für neue Verpackungen oder andere Produkte
verwendet. Allerdings kommt es beim Recycling auch zu
Materialverlust. Für die Produktion einer PET-Flasche sind rund 1,4
Flaschen sortenrein gesammeltes Ausgangsmaterial notwendig.

– Mehrwegpfand: Flaschen werden zurückgegeben, gereinigt und bis zu
50-mal wieder befüllt. Das spart viel Abfall und Rohstoffe – ganz im
Sinne der Kreislaufwirtschaft. Besonders empfehlenswert:
Mehrwegprodukte aus der Region.

Ob es sich um Einweg- oder Mehrwegflaschen handelt, muss am Regal
angeschrieben und auch in Online-Shops klar gekennzeichnet sein. Oft
findet man den Begriff „Mehrweg“ auch direkt auf den Mehrwegflaschen.
Mehr Information zur ökologischen Getränkewahl bietet DIE
UMWELTBERATUNG im Online-Infoblatt „Ranking der
Getränkeverpackungen“.

Zwtl.: Verpackung sparen auf allen Linien

Bei den meisten Getränken ist es einfach, zu Mehrwegflaschen zu
greifen, weil sie mittlerweile in allen großen Geschäften angeboten
werden müssen. Und am einfachsten ist es, Leitungswasser zu trinken –
es kommt ohne Verpackung und Transportwege direkt ins Haus. Nicht nur
bei Getränken, sondern auch in vielen anderen Bereichen kann man
Mehrweglösungen nutzen:

– Takeaway-Essen: Manche Gastronomie-Betriebe bieten Take-Away-
Speisen in Mehrwegverpackungen an. In vielen Betrieben kann man sich
das Essen auch in mitgebrachte Boxen füllen lassen. In Wien gibt es
eigene Aufkleber, mit denen Betriebe ihre Kund*innen auf die Mehrweg-
Option hinweisen können: www.wien.gv.at/umwelt/mehrweg-takeaway

– Kaffee: Manche Geschäfte bieten für Kaffee eigene Mehrweg-
Pfandbecher an und es ist meist möglich, ihn in selbst mitgebrachte
Thermobecher füllen zu lassen. Großes Plus: Im Mehrweg-Thermobecher
bleibt der Kaffee auch viel länger warm!

– Milchprodukte: Milch, Joghurts, Sauerrahm und Schlagobers bekommt
man in den meisten Geschäften im Mehrwegglas.

– Feinkost: Man kann sich die Ware an der Feinkost-Theke im
Lebensmittelgeschäft problemlos in mitgebrachte Behälter füllen
lassen.

– Taschen: Einkaufstaschen sparen Geld für Einwegsackerl und Müll.

– Nachfüllstationen und -verpackungen: Bei Nachfüllstationen in
Geschäften kann man sich z. B. Reinigungsmittel direkt in selbst
mitgefüllte Behälter einfüllen.

Zwtl.: Information

Das Infoblatt „Ranking der Getränkeverpackungen“ gibt es auf
www.umweltberatung.at/getraenkeverpackungen zum kostenlosen Download.

Umfangreiche Tipps und Informationen zu Mehrweg sind auf:
www.umweltberatung.at/mehrweg zu finden.

Persönliche Beratung zu Mehrwegverpackungen und zum ökologischen
Handeln im Alltag bietet DIE UMWELTBERATUNG an der Hotline 01 803 32
32.

DIE UMWELTBERATUNG ist eine Einrichtung der Wiener
Volkshochschulen, basisfinanziert von der Stadt Wien – Umweltschutz.