St. Pölten (OTS) – „Hier beginnt ein neues Kapitel für unsere
Regionalbahnen. Die neuen
Akkutriebzüge von Stadler werden auf Niederösterreichs Regionalbahnen
mehr Komfort, mehr Platz und
Barrierefreiheit für unsere Landsleute bringen“, sagt
Niederösterreichs
Verkehrslandesrat LH-Stellvertreter Udo Landbauer im Rahmen seines
Besuchs im Stadler-Werk im schweizerischen Bussnang. Dort werden die
neuen Cityjet-Akkutriebzüge gefertigt, die künftig auf
Niederösterreichs Regionalbahnen zum Einsatz kommen. Die ersten 16
Fahrzeuge werden 2028 auf der Kamptalbahn zwischen Horn, Krems und
St. Pölten sowie zwischen Horn und Sigmundsherberg bis zur Umsetzung
der Direktanbindung Horn auf der Regionalzuglinie R44 verkehren,
weitere sieben noch im selben Jahr auf der Regionalzuglinie R57 auf
der Erlauftalbahn zwischen Scheibbs und Pöchlarn sowie der
Regionalzuglinie R52 nach St. Pölten. Die Akkutriebzüge werden von
der ÖBB-Personenverkehr AG bei Stadler beschafft und gemeinsam von
Bund und Land Niederösterreich finanziert. „Durch die
Elektrifizierung der Traisentalbahn und den Einsatz der neuen Züge
wird unser Regionalbahnnetz St. Pölten/Zentralraum bis Anfang 2029 zu
100 Prozent barrierefrei modernisiert“, so Landbauer.
Die dreiteiligen Akkuzüge sind rund 63 Meter lang, bieten 163
Sitzplätze und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.
Niveaugleiche Einstiege, moderne Fahrgastinformation, WLAN und
Steckdosen gehören ebenso zur Ausstattung wie ein barrierefreies WC,
zwei Rollstuhlplätze und großzügige Mehrzweckbereiche. Bis zu zwölf
Fahrräder beziehungsweise acht Kinderwagen finden in den neuen
Garnituren Platz. „Entscheidend ist, was die Menschen jeden Tag von
einem neuen Zug haben. Pendler brauchen ausreichend Platz und
Komfort, Familien vernünftige Möglichkeiten für Kinderwagen und
Menschen mit eingeschränkter Mobilität einen einfachen Zugang. Genau
diesen Anspruch müssen moderne Regionalbahnen erfüllen“, so
Landbauer.
Mit den neuen Akkutriebzügen wird ein wesentlicher Teil der alten
Fahrzeugflotte der Baureihe 5047 aus den 1980er-Jahren sowie die
nicht barrierefreien Wendezüge mit Diesellokomotiven auf den nicht
elektrifizierten Strecken erneuert. Rund die Hälfte der heute noch
eingesetzten, nicht barrierefreien Züge aus den 1980er-Jahren wird
durch die neuen Fahrzeuge ersetzt. „Mit Stadler Rail haben wir einen
starken und verlässlichen Partner an unserer Seite, der für
Spitzenqualität und moderne Bahntechnologie steht. Besonders freut
mich, dass Stadler auch in Niederösterreich investiert und damit den
Bahnstandort und die
Wertschöpfung in unserem Land stärkt“, unterstreicht Landbauer die
Zusammenarbeit.
Bei der Erneuerung der Fahrzeugflotte geht es nicht nur um neue
Züge, sondern um attraktive Regionalverkehrsverbindungen und eine
langfristige Stärkung der Regionen. „Eine starke Schiene verbindet
nicht nur Orte, sondern Menschen und ganze Regionen. Unser Anspruch
ist, dass sich unsere Landsleute auf ihre Bahn verlassen können und
moderne Verbindungen vorfinden, egal ob im Zentralraum oder in
unseren Regionen wie der zukünftig halbstündlich durchgebundenen
Regionalverkehrslinie R44 von Horn über Krems nach St. Pölten auf der
Kamptalbahn-Linie. Deshalb investieren wir konsequent in die Zukunft
unserer Regionalbahnen mit der NÖ Bahnoffensive. Denn gute
Verbindungen halten unser Land zusammen und machen Niederösterreich
als Heimat und Wirtschaftsstandort stärker“, betont Landbauer.
Weitere Informationen beim Büro LH-Stellvertreter Udo Landbauer,
Mag. Isabella Nittner, Öffentlichkeitsarbeit, Telefon +43 676 812 13
755, E-Mail [email protected]