Wien (OTS) – Am Freitag, dem 18. September 2026, feierte der
Jugendtreff
Arthaberbad, eine Einrichtung des Vereins Wiener Jugendzentren, sein
20-jähriges Bestehen. Im Jugendtreff finden Kinder und Jugendliche
einen kostenlosen Treffpunkt ohne Konsumzwang, ein breites Angebot an
Freizeitgestaltung sowie Beratung und Unterstützung durch ein
multiprofessionelles Team. Wenn die Jugendarbeiter*innen nicht gerade
Aktionen an ihrem Standort, einem ehemaligen Kinderfreibad, setzen,
sind sie regelmäßig in den Parks der näheren Umgebung unterwegs.
Für viele der jungen Besucher*innen ist der Jugendtreff
Arthaberplatz ein zentraler Ort ihrer Freizeitgestaltung. Hier
treffen sie Freunde, schließen neue Freundschaften und finden immer
ein offenes Ohr für ihre Anliegen. Deshalb überraschte es auch nicht,
dass beim großen Jubiläumsfest viele ehemalige Besucher*innen
vorbeischauten: Von „Arthaberbad ist für mich wie eine zweite
Familie“ bis „Wärt ihr nicht gewesen, hätten wir keine
Ansprechpersonen gehabt“ hörte man die jungen Erwachsenen erzählen.
Bettina Emmerling, Vizebürgermeisterin und zuständige
Jugendstadträtin gratuliert: „Junge Menschen brauchen Orte, an denen
sie sich austauschen und gegenseitig unterstützen können. Das
Arthaberbad ist seit zwanzig Jahren so ein Ort. Hier finden Kinder
und Jugendliche Freundinnen und Freunde, Freiraum und Erwachsene, die
ihnen zuhören. Danke an das Team für diesen Einsatz und alles Gute
zum Jubiläum.“
Bezirksvorsteher Marcus Franz erklärte beim Fest, dass er die
Jugendzentren als „wichtige Orte für die Stärkung der Gemeinschaft in
Favoriten“ sehe. „Hier werden Jugendliche gesehen und ernst genommen.
Hier lernen sie nicht nur Neues über sich selbst, sondern entwickeln
in Gesprächen auch ihre Empathiefähigkeit und Respekt für die
Bedürfnisse anderer“. So trage der Jugendtreff Arthaberbad maßgeblich
zu einem guten Miteinander und gegenseitigem Verständnis bei. Auch
Manuela Smertnik, Geschäftsführerin des Vereins Wiener Jugendzentren,
feierte mit: „Das Arthaberbad zeigt seit zwei Jahrzehnten, wie
wertvoll Offene Jugendarbeit für den Bezirk und die Stadt sind. Der
umfassende Ausbau der Einrichtung vor wenigen Jahren war in diesem
dicht besiedelten Gebiet dringend notwendig und ermöglicht nun
weiteren Kindern und Jugendlichen die vielseitigen Freizeit- und
Unterstützungs-Angebote in Anspruch zu nehmen.“
Zwtl.: Den richtigen Weg finden
Die Jugendarbeiter*innen des Arthaberbads arbeiten daran, den
Jugendlichen eine gute Zeit zu ermöglichen, stoßen persönliche
Entwicklungsprozesse an und bieten Beratung und Begleitung in
schwierigen Lebenslagen. Die Jugendarbeiter*innen orientieren sich
dabei an den Themen und Bedürfnissen der Besucher*innen und ergänzen
diese um einen Genderblick und eine antirassistische Grundhaltung.
Besonders macht das Arthaberbad aber nicht nur sein engagiertes
Team, sondern auch seine Geschichte. In den Jahren 2005 und 2006
wurde das ehemalige Kinderfreibad in einen Jugendtreff umgewandelt.
In einem partizipativen Prozess mit der Zielgruppe und deren aktivem
Mitwirken beim Bau (im Rahmen eines arbeitsmarktpolitischen Projekts)
wurden die ehemaligen Garderoberäume in Gruppenräume und der
Schwimmbereich in einen Ballspielplatz umgebaut.
Zwtl.: Partizipation von Beginn an
Nach 15 Jahren stetig steigenden Zuspruchs reichte der Platz
nicht mehr aus, weshalb der Verein – zusammen mit der Zielgruppe, den
zuständigen Magistratsabteilungen und einer Gruppe von Studierenden –
Ideen für die räumliche Erweiterung entwickelte. 2019 und 2020 wurde
umgebaut. Der Jugendtreff bekam zwei zusätzliche Gruppenräume, ein
Büro und Lagerflächen. Im Eingangsbereich sorgt seither eine Rampe
für Barrierefreiheit, auch die Sanitärbereiche wurden angepasst.
Insgesamt wuchs das Arthaberbad um rund 170 m² auf eine Gesamtfläche
von 370 m². Platz, den Kinder und Jugendliche für sich beanspruchen
dürfen, an dem sie sich ausprobieren können und Unterstützung finden.