Wiedereingliederungsteilzeit: Die geheime Waffe gegen den Fachkräftemangel!

Redaktion

Einführung in die Wiedereingliederungsteilzeit

Am 13. Februar 2026 verkündete die Präsidentin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Martha Schultz, stolz, dass die Wiedereingliederungsteilzeit als Maßnahme zur Bekämpfung des Fachkräftemangels in Österreich verstärkt beworben werden soll. Doch was steckt hinter diesem Begriff, der für viele zunächst kryptisch klingt?

Was ist Wiedereingliederungsteilzeit?

Wiedereingliederungsteilzeit ist ein Arbeitsmarktinstrument, das Arbeitnehmern nach längerer Krankheit den schrittweisen Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt ermöglicht. Dies geschieht durch eine Reduzierung der Arbeitszeit, die durch das sogenannte Wiedereingliederungsgeld der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) ergänzt wird. Diese Regelung ist freiwillig und bedarf einer Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Der Ursprung der Wiedereingliederungsteilzeit

Die Idee der Wiedereingliederungsteilzeit geht auf eine Initiative der WKÖ zurück. Sie wurde entwickelt, um sowohl den Bedürfnissen der Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber gerecht zu werden. Arbeitnehmer, die nach einer Krankheit oft noch geschwächt sind, können so langsam wieder ins Berufsleben zurückkehren, während Unternehmen ihre wertvollen Mitarbeiter nicht verlieren.

Erfolgsstory: Die Praxis der Wiedereingliederungsteilzeit

Eine Evaluierung aus dem Jahr 2025 zeigt beeindruckende Ergebnisse: Rund 87 % der Personen, die Wiedereingliederungsteilzeit in Anspruch genommen haben, sind im ersten Jahr nach der Maßnahme weiterhin erwerbstätig. Besonders auffällig ist, dass die Mehrheit der Betroffenen weiblich und zwischen 45 und 54 Jahren alt ist.

„Gerade in Zeiten eines zunehmenden Fachkräftemangels brauchen wir genau solche Instrumente“, betont Schultz. „Denn wenn wir als Standort zukunftsfähig sein wollen, können wir es uns nicht leisten, auf erfahrene und motivierte Arbeitskräfte zu verzichten.“

Ein Vergleich mit anderen Bundesländern

Während Österreich mit der Wiedereingliederungsteilzeit neue Wege geht, haben andere Länder ähnliche Konzepte entwickelt. In Deutschland gibt es beispielsweise die sogenannte ’stufenweise Wiedereingliederung‘, die ähnliche Ziele verfolgt. Doch während Deutschland auf eine gesetzliche Regelung setzt, basiert das österreichische Modell auf Freiwilligkeit und Flexibilität.

Die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

Die Wiedereingliederungsteilzeit hat das Potenzial, den österreichischen Arbeitsmarkt nachhaltig zu verändern. Unternehmen profitieren von der Möglichkeit, erfahrene Mitarbeiter zu halten, während Arbeitnehmer eine sanfte Rückkehr ins Berufsleben erleben. Diese Win-Win-Situation könnte ein entscheidender Faktor im Kampf gegen den Fachkräftemangel sein.

Expertenmeinungen zur Wiedereingliederungsteilzeit

Dr. Herbert Maier, Arbeitsmarktexperte, äußert sich positiv: „Die Wiedereingliederungsteilzeit ist ein Paradebeispiel für eine innovative Arbeitsmarktpolitik. Sie bietet Unternehmen und Arbeitnehmern gleichermaßen Vorteile und könnte als Vorbild für andere Länder dienen.“

Zukunftsausblick: Was erwartet uns?

Die verstärkte Bewerbung der Wiedereingliederungsteilzeit könnte dazu führen, dass dieses Instrument in den kommenden Jahren noch breitere Anwendung findet. Sollte sich der Erfolg fortsetzen, könnte Österreich eine Vorreiterrolle in Europa einnehmen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die politische Unterstützung für diese Maßnahme entwickelt. Doch die positiven Rückmeldungen aus der Wirtschaft und die hohe Zufriedenheit der betroffenen Arbeitnehmer lassen hoffen, dass die Wiedereingliederungsteilzeit auch in Zukunft ein wichtiger Bestandteil der österreichischen Arbeitsmarktpolitik bleibt.

Am Ende bleibt festzuhalten, dass die Wiedereingliederungsteilzeit ein beeindruckendes Beispiel dafür ist, wie innovative Lösungen auf drängende Probleme des Arbeitsmarktes reagieren können. Mit der Unterstützung der Regierung und der Wirtschaft könnte dieses Modell in den kommenden Jahren noch mehr an Bedeutung gewinnen.