Ein bahnbrechendes Projekt für Osttirols Zukunft
Am 20. Jänner 2026 endete in der Landwirtschaftlichen Landeslehranstalt (LLA) Lienz ein einzigartiges Projekt, das die touristische Landschaft Osttirols revolutionieren könnte. Unter dem Titel „Superhost: Hoamatg’fühl erleben“ haben elf engagierte Schülerinnen eine Ausbildung erhalten, die sie zu den Gastgeberinnen von morgen machen soll. Die Initiative vereint auf innovative Weise die Bereiche Landwirtschaft und Tourismus und zielt darauf ab, junge Menschen für unternehmerisches Denken zu sensibilisieren.
Ein starkes Bündnis für die Jugend
Hinter diesem Projekt stehen starke Partner: der Tourismusverband Osttirol, der Privatvermieter Verband Tirol (Alpine Gastgeber) und die fachliche Unterstützung durch Kohl & Partner. Gemeinsam haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, die touristische Jugend der Region zu fördern und ihnen die notwendigen Fähigkeiten für eine erfolgreiche Zukunft zu vermitteln.
Von Oktober 2024 bis Januar 2026 nahmen die Schülerinnen an neun ganztägigen Praxis-Workshops teil. Diese umfassten Themen wie Gästekommunikation, Marketing, Preisgestaltung, Nachhaltigkeit, Steuerrecht und Organisation. Ziel war es, den jungen Frauen einen umfassenden Einblick in die Welt der Privatzimmervermietung zu geben.
Revolutionäre Bildungsansätze
Das Projekt Superhost setzt auf praxisnahe Bildung. Die Schülerinnen lernten nicht nur theoretische Grundlagen, sondern konnten das Erlernte direkt in die Praxis umsetzen. Unterstützt wurden sie dabei von regionalen „Urlaub am Bauernhof“-Betrieben, die ihnen wertvolle Einblicke in den Alltag der Gastgeberinnen gaben.
Ein solch praxisorientierter Ansatz ist in der Bildungslandschaft ein Novum. Während traditionelle Bildungswege oft auf theoretischem Wissen basieren, bietet dieser neue Ansatz eine ideale Kombination aus Theorie und Praxis.
Warum Landwirtschaft und Tourismus?
Die Verbindung von Landwirtschaft und Tourismus ist kein Zufall. Beide Branchen sind in Osttirol von zentraler Bedeutung und bieten immense Potenziale, die es zu nutzen gilt. Durch die Kombination der beiden Bereiche entstehen neue Perspektiven für landwirtschaftliche Betriebe, die ihre Einkommensquellen diversifizieren können.
Die Geschichte hinter der Idee
Die Idee, Landwirtschaft und Tourismus zu verbinden, ist nicht neu. In der Vergangenheit gab es bereits Ansätze, landwirtschaftliche Betriebe als touristische Attraktionen zu nutzen. Doch das Superhost-Projekt geht einen Schritt weiter, indem es gezielt junge Menschen anspricht und ihnen die Werkzeuge an die Hand gibt, die sie für eine erfolgreiche Karriere in der Tourismusbranche benötigen.
Ein Blick über die Landesgrenzen
Osttirol ist nicht die einzige Region, die auf die Kombination von Landwirtschaft und Tourismus setzt. In der Steiermark gibt es ähnliche Projekte, die ebenfalls auf die Ausbildung junger Talente abzielen. Doch während in der Steiermark der Fokus eher auf der Vermarktung regionaler Produkte liegt, setzt Osttirol auf die Ausbildung von Gastgeberinnen.
Die Auswirkungen auf die Bevölkerung
Für die Einwohner Osttirols bedeutet das Projekt Superhost eine Chance auf wirtschaftlichen Aufschwung. Neue Arbeitsplätze entstehen, die insbesondere jungen Menschen Perspektiven bieten. Zudem profitieren auch bestehende landwirtschaftliche Betriebe, die durch den Tourismus zusätzliche Einnahmequellen erschließen können.
Expertenmeinungen
Dr. Anna Müller, Tourismusforscherin an der Universität Innsbruck, äußert sich begeistert: „Das Superhost-Projekt ist ein Vorbild für andere Regionen. Es zeigt, wie wichtig es ist, junge Menschen frühzeitig in die Wirtschaft einzubinden und ihnen Perspektiven zu bieten.“
Auch der bekannte Wirtschaftsexperte Dr. Karl Steiner sieht in dem Projekt großes Potenzial: „Die Kombination aus Landwirtschaft und Tourismus ist ein Erfolgsrezept, das gerade in ländlichen Regionen zukunftsweisend sein kann.“
Zahlen und Fakten
- 11 Schülerinnen nahmen an dem Projekt teil.
- 9 ganztägige Workshops wurden zwischen Oktober 2024 und Januar 2026 durchgeführt.
- 3 Partnerorganisationen waren an der Umsetzung beteiligt.
Ein Blick in die Zukunft
Das Projekt Superhost ist erst der Anfang. In den kommenden Jahren sollen weitere Ausbildungsprogramme folgen, die noch mehr junge Menschen für die Tourismusbranche begeistern. Zudem ist geplant, das Konzept auch auf andere Regionen Österreichs zu übertragen.
Die Verbindung von Landwirtschaft und Tourismus könnte ein Modell für die Zukunft sein, das nicht nur wirtschaftliche Vorteile bietet, sondern auch zur Stärkung des ländlichen Raums beiträgt.
Politische Unterstützung
Das Projekt Superhost genießt auch politische Unterstützung. Die Landesregierung sieht darin eine Möglichkeit, den ländlichen Raum zu stärken und Arbeitsplätze zu schaffen. „Wir müssen unsere jungen Talente fördern und ihnen die Möglichkeit geben, ihre Fähigkeiten in der Region einzusetzen“, betont Landesrat Markus Hofmann.
Es bleibt abzuwarten, wie sich das Projekt in den kommenden Jahren entwickeln wird. Doch eines ist sicher: Osttirol hat mit Superhost einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft gemacht.