SPÖ-Grossmann/Regner zum Equal Pension Day: Die Lohnlücke von heute ist die Pensionslücke von morgen

Wien (OTS) – Anlässlich des diesjährigen Equal Pension Day am 9.
August pochen die
SPÖ-EU-Abgeordneten Elisabeth Grossmann und Evelyn Regner auf mehr
Tempo im Kampf gegen die weiterhin viel zu große Pensionslücke
zwischen Frauen und Männern. Einen zentralen Hebel sehen sie in der
raschen und wirksamen Umsetzung der europäischen
Lohntransparenzrichtlinie: „Ab dem 9. August ist das Pensionskonto
von Frauen rein rechnerisch bereits ausgeschöpft, während jenes der
Männer bis zum Jahresende weiterläuft. Mit einer Pensionslücke von
39,4 Prozent gehört Österreich weiterhin zu den europäischen
Schlusslichtern bei der Pensionsgerechtigkeit. Diese Lücke fällt
nicht vom Himmel. Sie ist die Endabrechnung eines Erwerbslebens, in
dem Frauen weniger verdienen, häufiger in Teilzeit arbeiten und noch
immer den Großteil der unbezahlten Sorgearbeit übernehmen. Was Frauen
während ihres Berufslebens am Gehaltszettel fehlt, fehlt ihnen später
auch auf dem Pensionskonto. Die Ursachen sind seit Jahren bekannt,
ebenso die Lösungen. Trotzdem bleiben die notwendigen Maßnahmen viel
zu oft auf der Strecke. Wir brauchen einen konsequenten Ausbau
hochwertiger und leistbarer Kinderbetreuung, eine gerechte Aufteilung
der unbezahlten Sorgearbeit und endlich gleiche Bezahlung für
gleichwertige Arbeit“, so die SPÖ-EU-Abgeordneten. ****

Grossmann und Regner weiter: „Ein entscheidendes Puzzleteil im
Kampf gegen die Pensionslücke ist die Schließung der Lohnlücke. Denn
die Lohnlücke von heute ist die Pensionslücke von morgen. Mit der
europäischen Lohntransparenzrichtlinie haben wir einen wichtigen
rechtlichen Rahmen für mehr Lohngerechtigkeit geschaffen. Jetzt
müssen die Mitgliedstaaten ihn endlich mit Leben füllen. Doch in
vielen Ländern, darunter auch Österreich, kommt die Umsetzung nur
schleppend voran. Es ist höchste Zeit, dass Wirtschaft und Industrie
den Fuß von der Bremse nehmen und konstruktiv an einer
praxistauglichen Lösung mitarbeiten. Die Pensionslücke lässt sich
nicht erst im Alter reparieren. Wir müssen sie dort schließen, wo sie
entsteht: im Erwerbsleben.“ (Schluss) jw/lw