Wien (OTS) – Ein unfassbarer Skandal im ORF erschüttert die heimische
Medienlandschaft: Wie die „Kronen Zeitung“ mit Verweis auf ein
internes Papier der Technischen Direktion des ORF berichtet, plant
der Staatsfunk die ersatzlose Abschaltung von Sendeanlagen in acht
Bundesländern. Rund 65.000 Österreicher, vor allem im ländlichen und
alpinen Raum, sollen damit ab August von der terrestrischen TV- und
UKW-Versorgung abgeschnitten werden. Für FPÖ-Mediensprecher NAbg.
Christian Hafenecker, MA, ist das „ein beispielloser Anschlag auf die
Informationssicherheit, den ländlichen Raum und ein weiterer Beweis
für die bodenlose Arroganz des Systems ORF, das Zwangsgebühren
kassiert, aber seine Leistung streicht.“
Besonders untragbar sei die Gefährdung des Katastrophenschutzes,
so Hafenecker. Ausgerechnet in hochalpinen Regionen, die von Lawinen,
Schneechaos, Muren und Hochwasser bedroht sind, werde die letzte
krisensichere Informationsquelle abgedreht. „Wenn der Strom weg ist,
funktioniert kein Streaming, kein Satellit und irgendwann kein
Handynetz mehr. Was funktioniert, ist das Batterieradio – und genau
das dreht der ORF jetzt ab. Der ORF opfert die letzte krisensichere
Warnkette Österreichs – und niemand hat den Menschen in den
betroffenen Gemeinden Bescheid gesagt“, kritisierte Hafenecker. Die
offizielle Zivilschutz-Empfehlung, bei Alarm das Radio einzuschalten,
werde damit vom ORF selbst ad absurdum geführt. Ein Opfer davon wären
dann auch Autofahrer mit ihren Autoradios, die in solchen von der
Senderabschaltung betroffenen Regionen unterwegs sind und sich darauf
verlassen.
Gleichzeitig schaffe der ORF damit Bürger zweiter Klasse. „Wer am
Land lebt, zahlt exakt dieselben 15,30 Euro wie der Wiener
Innenstadtbewohner – bekommt aber ab Herbst kein Signal mehr. Gleiche
Zwangsgebühr, halbe Leistung. Der ländliche Raum ist für dieses
System offenbar nur noch Zahler, nicht mehr Publikum“, erklärte der
FPÖ-Mediensprecher.
Für Hafenecker entlarvt sich der ORF mit diesem Vorgehen selbst.
Während man die Bevölkerung zur Kasse bitte, werde am falschen Ende
gespart – nämlich bei der Versorgungssicherheit der Bürger und nicht
im aufgeblähten Wiener Wasserkopf. „Schon übermorgen sitzt der
Stiftungsrat zusammen, redet über mehr Geld und vergibt dreizehn
Chefposten. Eine Woche später gehen in Kärnten und Oberösterreich die
Sender aus. Gespart wird beim Sendemast im Tal, verteilt wird am
Küniglberg. Diese Zwangsgebühr gehört nicht erhöht, sie gehört
abgeschafft“, so Hafenecker, der auch die Erwähnung der
Parteizugehörigkeit der Bürgermeister in einem angeblich rein
technischen Papier als „politisches Skandal“ bezeichnete.
Abschließend forderte der FPÖ-Mediensprecher den sofortigen Stopp
dieses unverantwortlichen Kahlschlags: „Dieser geheime Plan muss
sofort vom Tisch. Es kann nicht sein, dass der ORF auf dem Rücken der
Sicherheit der Bevölkerung und des ländlichen Raums seine Privilegien
am Küniglberg finanziert. Wir Freiheitliche werden diesen Angriff auf
die Bürger nicht tatenlos hinnehmen und fordern einmal mehr: Schluss
mit dem Zwangsgebühren-System und hin zu einem ORF, der für die
Österreicher da ist, anstatt sie abzukassieren und im Stich zu
lassen!“