Wien (OTS) – Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wohnen, Kunst,
Kultur, Medien
und Sport (BMWKMS) geförderten Projekts LEARN TO SWIM hat der
Österreichische Schwimmverband (OSV) erstmals eine österreichweite
Erhebung aller für den Schwimmunterricht nutzbaren Wasserflächen
durchgeführt.
Seit März 2025 wurden alle 2.092 Gemeinden Österreichs
kontaktiert und mittels Online-Fragebogen zu ihren Wasserflächen
befragt. Erfasst wurden Hallen-, Frei- und Naturbäder sowie
Informationen zu Beckengröße, Wassertemperatur, Barrierefreiheit,
Infrastruktur und bestehenden Schwimmkursangeboten.
„Schwimmen bedeutet Freude, Bewegung und Gesundheit – vor allem
aber kann es Leben retten. Deshalb ist es unser gemeinsames Ziel,
möglichst vielen Kindern in Österreich den Zugang zu qualitativ
hochwertigem Schwimmunterricht zu ermöglichen. Mit der
österreichweiten Wasserflächen-Erhebung schaffen wir erstmals eine
fundierte Datengrundlage, auf deren Basis-Angebote ausgebaut und
bestehende Lücken geschlossen werden können“, erklärt MMag. Michaela
Schmidt, Staatssekretärin für Sport.
OSV-Generalsekretärin Dr. Julia Powischer unterstreicht die
Nachhaltigkeit des Projekts: „Mit LEARN TO SWIM schaffen wir die
Grundlagen für qualitätsvollen Schwimmunterricht in Österreich. Von
modernen Ausbildungsstandards über qualifiziertes Lehrpersonal bis
hin zur österreichweiten Wasserflächen-Erhebung verfolgen wir ein
gemeinsames Ziel: Unabhängig vom Wohnort soll jede und jeder sicher
schwimmen lernen können.“
Rund 1.200 Wasserflächen erfasst
Die Beteiligung der Gemeinden an der Wasserflächen-Erhebung war
erfreulich hoch. Viele beantworteten den Fragebogen unmittelbar
online, andere wurden telefonisch kontaktiert oder persönlich
besucht. Aktuell umfasst die Datenbank bereits rund 1.200
Wasserflächen, weitere Standorte werden derzeit geprüft und ergänzt.
„Mit dieser Erhebung schaffen wir erstmals eine österreichweite
Übersicht darüber, wo Schwimmunterricht tatsächlich möglich ist. Sie
liefert eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung des
Schwimmunterrichts und für zukünftige Investitionen in die
Infrastruktur“, sagt Mag. Susanne Polansky, Bundeskoordinatorin des
Projekts LEARN TO SWIM.
Hallenbäder bleiben das Nadelöhr
Die bisherigen Ergebnisse zeigen deutlich, wo Österreichs
Schwimminfrastruktur an ihre Grenzen stößt. Besonders auffällig sind:
– zu wenige Hallenbäder und Wasserflächen für den Ganzjahresbetrieb,
– fehlende Kapazitäten für Kindergärten, Schulen, Schwimmschulen und
Vereine,
– regionale Unterschiede mit teilweise langen Anfahrtswegen sowie
– die hohe Auslastung bestehender Hallenbäder,
– die zunehmenden finanziellen Herausforderungen der Gemeinden beim
Erhalt ihrer Hallenbäder. Viele Gemeinden kämpfen mit steigenden
Betriebs- und Erhaltungskosten, wodurch dringend benötigte
Wasserflächen langfristig gefährdet sind.
Auch Naturbäder wurden erhoben. Obwohl der OSV Schwimmunterricht
aus Sicherheitsgründen grundsätzlich nicht in Naturgewässern
empfiehlt, stellen sie in manchen Regionen die einzige verfügbare
Wasserfläche dar und wurden daher in die Erhebung aufgenommen.
Grundlage für zukünftige Entscheidungen
Die Wasserflächen-Erhebung schafft erstmals einen
österreichweiten Überblick über die vorhandene Schwimminfrastruktur.
Die Datenbank soll Vereinen, Schwimmschulen, Bildungseinrichtungen
sowie Gemeinden und politischen Entscheidungsträgern als
Planungsinstrument dienen.
Die Ergebnisse sind auf www.oesterreichschwimmt.at bzw.
www.oesterreich-schwimmt.at veröffentlicht und werden laufend
aktualisiert.
Fotos zur Pressekonferenz: https://www.picdrop.com/bmwkms/fotos
Rückfragen:
Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport
Mathias Klein
Mobil: +43 664 78028687
E-Mail: [email protected]