Wien (OTS) – „Ein Skandalstück in Wien, in dem SPÖ-Bezirksvorsteher
Ernst Nevrivy
keine Hauptrolle spielt, muss offenbar erst geschrieben werden. Auch
im unappetitlichen Stegreifspiel rund um die Ludwig/Ruck-Leaks dürfte
der ‚Messer-Ernstl‘ laut Medienberichten wieder einmal zur Höchstform
aufgelaufen sein“, erklärt der Donaustädter FPÖ-Bezirksparteiobmann
und 2. Landtagspräsident LAbg. Toni Mahdalik.
„‚Ich hol dir alles raus, is ma scheißegal, gleich daneben …‘,
soll Nevrivy laut Medienberichten von sich gegeben haben. Dazu kommen
weitere derbe Aussagen und Beleidigungen, die in den nun bekannt
gewordenen Gesprächsinhalten kolportiert werden. Offenbar reicht in
der Donaustadt schon eine etwas eigenwillige Rechenleistung für ein
goldenes Sternderl – wenn der Messer-Ernstl dabei ist, ist selbst das
offenbar noch steigerungsfähig.“
„Man könnte meinen, solche Geschichten wären frei erfunden –
wären sie nicht Gegenstand der aktuellen Enthüllungen. Dazu kommen
die kolportierten Vorgänge rund um die mögliche Verdrängung des FC
Stadlau und die Interessen eines internationalen Pharmakonzerns. Wenn
dabei ein Verein mit hunderten Kindern und Jugendlichen betroffen
ist, hört sich der Spaß endgültig auf“, so Mahdalik.
„Nevrivy ist bei der Kleingarten-Causa gerade noch davongekommen
– und schon geht es weiter. Die neuen Enthüllungen haben eine ganz
andere politische Sprengkraft. Jetzt muss Nevrivy erklären, was er
tatsächlich gesagt und getan hat und welche Rolle er in diesen
Vorgängen gespielt hat.“
Die FPÖ wird deshalb eine Sondersitzung der Donaustädter
Bezirksvertretung beantragen. FPÖ-Bezirksvorsteher-Stellvertreter
Andreas Dvorak und Klubobmann Werner Stepanowsky wollen dabei
insbesondere die Vorgänge rund um den FC Stadlau und die politische
Verantwortung des Bezirksvorstehers zum Thema machen.
„Die Donaustadt ist kein roter Selbstbedienungsladen. Wenn hinter
verschlossenen Türen über Grundstücke, Unternehmen und die Zukunft
eines Sportvereins mit hunderten Kindern und Jugendlichen gesprochen
wird, wollen wir wissen, wer was wusste und wer welche Interessen
vertreten hat“, so Dvorak und Stepanowsky.
„Ob sich der angezählte SPÖ-Bezirksvorsteher und der taumelnde
Bürgermeister Ludwig weiterhin aneinanderklammern und gemeinsam
Richtung Abgrund marschieren, werden die nächsten Tage und Wochen
zeigen. In der Donaustadt wie in ganz Wien braucht es einen
politischen Kurswechsel. Diesen wird es nur mit der FPÖ geben“, so
Mahdalik abschließend.