Lebensmittelhandel drückt Inflation in Österreich. Nahrungsmittelpreise im Juli sogar unter Vorjahresniveau.

Wien (OTS) – Die heutige Schnellschätzung der Statistik Austria
bestätigt die
deutlich inflationsdämpfende Wirkung des Lebensmittelhandels .
Während die allgemeine Teuerung im Juli bei +2,7 % liegt, sind die
Preise für Nahrungsmittel , Tabak und Alkohol sogar rückläufig und
liegen -0,1% unter dem Vorjahresniveau.

„Die heimischen Lebensmittelhändler und Nahversorger wirken seit
Jahren inflationsdämpfend . Im Juli sehen wir jetzt erstmals sogar
ein Minus gegenüber dem Vorjahr. Während sich Dienstleistungen um 4,4
% und Energie um 5,7% verteuert haben, sind die Lebensmittelpreise
gesunken“ , sagt Rainer Will , Geschäftsführer des Handelsverbandes.
„Das zeigt, dass der Wettbewerb im Handel gut funktioniert und auch
die Mehrwertsteuersenkung unmittelbar an die Konsumentinnen und
Konsumenten weitergegeben wird. Unsere Händler haben Wort gehalten .“

Die österreichische Gesamtinflation sank damit von 3,2% im Juni
auf 2,7% im Juli. Laut Statistik Austria ist rund die Hälfte dieses
Rückgangs auf die Entwicklung der Lebensmittelpreise zurückzuführen.
In anderen Bereichen, die auch staatlich durch massive
Gebührenerhöhungen induziert sind, besteht hingegen Handlungsbedarf –
Stichwort Energiekosten , Lohnnebenkosten, Steuern und Abgaben.

Zwtl.: Lebensmittelhandel dämpfte auch 2024 und 2025 die
Gesamtinflation

Laut Statistik Austria lag die Teuerung bei Nahrungsmitteln und
alkoholfreien Getränken in Österreich schon im Gesamtjahr 2024 mit +
2,6% deutlich unter der allgemeinen Inflation von +2,9%. 2025 belief
sich die Gesamtinflation auf +3,6%, die Teuerung bei Nahrungsmitteln
auf +2,9%. Der heimische Lebensmittelhandel hat also nachweislich in
beiden Jahren inflationsdämpfend gewirkt.

Der österreichische Lebensmittelhandel sichert mit 9.400
Verkaufsstandorten die wohnortnahe Versorgung der rund 9,2 Millionen
Menschen, die in Österreich leben – von den Ballungszentren bis ins
letzte Alpental. Außerdem stützt er mit 140.000 Arbeitsplätzen und
31,5 Milliarden Euro Umsatz den Wirtschaftsstandort.