Steinzentrum der Klinik Ottakring setzt auf höchste Expertise und innovative Behandlungsmethoden

Wien (OTS) – Steine in den Harnwegen gehören zu den häufigsten
urologischen
Erkrankungen. Sie können Menschen jeden Alters betreffen und führen
häufig zu plötzlich einsetzenden, starken Schmerzen und einem
Harnstau. Aber auch beschwerdefreie Nierensteine sollten behandelt
werden, um Folgeschäden zu vermeiden. Das Steinzentrum der Klinik
Ottakring testet laufend innovative Ansätze und Methoden, um Patient*
innen bestmöglich zu versorgen.

Im Steinzentrum der Klinik Ottakring werden Patient*innen mit
Steinleiden der Niere, des Harnleiters und der Blase umfassend
diagnostiziert und behandelt. Mit jährlich rund 1.870 ambulanten und
470 stationären Patient*innen sowie rund 300 operativen Eingriffen
zählt das Steinzentrum zu den spezialisiertesten Einrichtungen dieser
Art in Österreich. Zum Behandlungsspektrum gehören sämtliche
etablierten Verfahren der modernen Steintherapie, von der
konservativen Behandlung bis hin zu minimalinvasiven endoskopischen
Eingriffen.

„Harnsteine sind ein häufiges Krankheitsbild, das Betroffene oft
plötzlich und mit starken Schmerzen trifft. Umso wichtiger sind eine
rasche Abklärung und eine individuell abgestimmte Behandlung. Unser
Ziel ist es, Patient*innen eine möglichst schonende Therapie auf dem
aktuellen Stand der Medizin anzubieten“, sagt OA Dr. med. Oliver
Theimer, FEBU, Oberarzt an der Urologischen Abteilung der Klinik
Ottakring.

Vergangene Woche wurde an der Klinik Ottakring erstmals in
Österreich ein robotisches Assistenzsystem für die endoskopische
Entfernung von Harnsteinen getestet. Bei dieser Art von Eingriff wird
ein feines Endoskop über die natürlichen Harnwege bis in die Niere
geführt. Dort wird dann der Harnstein mit einem Laser schonend in
kleine Fragmente zerlegt und anschließend entfernt. Bisher wurden
Endoskop und Laser manuell an Ort und Stelle gebracht, vergangene
Woche unterstützte dabei zum ersten Mal der Roboter die behandelnden
Ärzt*innen.

Der Roboter wird dabei über einen kabellosen Controller
gesteuert. Dadurch lässt sich der Laser noch exakter auf den Stein
ausrichten, wodurch die Behandlung präziser erfolgt und die
Steinfreiheitsraten verbessert werden.Gleichzeitig verbessert das
System die Arbeitsbedingungen für die Operateur*innen: Sie müssen das
Endoskop nicht mehr dauerhaft direkt am Operationstisch führen,
wodurch sie ergonomischer arbeiten können.

„Die endoskopische Nierensteinchirurgie ist seit vielen Jahren
der Goldstandard für die Behandlung von Steinleiden. Der Roboter
unterstützt dabei, indem er ein noch präziseres Arbeiten ermöglicht
und damit auch die Steinfreiheitsraten erhöht. Im Steinzentrum der
Klinik Ottakring sind wir stets auf der Suche nach neuesten Methoden
und Innovationen, die einen Mehrwert für unsere Patient*innen bieten.
Dass wir dieses System als erstes Zentrum in Österreich testen
konnten, freut uns daher besonders“, so Theimer.