Volkshilfe zu AK-Jugendmonitor: Zuversicht darf keine soziale Frage sein

Wien (OTS) – Der heute veröffentlichte, repräsentative
AK-Jugendmonitor zeigt,
dass die Teuerungskrise für junge Menschen nicht vorbei ist. „Davon
sind alle Lebensbereiche betroffen: das Einkaufen, das Wohnen, die
Teilhabe von jungen Menschen”, zeigt sich Fenninger besorgt. Sechs
von zehn jungen Menschen nennen sehr starke oder ziemlich starke
Belastungen durch hohe Lebensmittelkosten, fünf von zehn nennen die
Energie- und Wohnkosten als große Last. Doch die Teuerungskrise
trifft nicht alle gleich: Vor allem jene, die über geringe
finanzielle Ressourcen verfügen, sind besonders belastet.

Zwtl.: Alarmierend: Bildungsentscheidungen eingeschränkt

Besonders alarmierend ist, dass der Kostendruck, der auf jungen
Menschen lastet, negative Auswirkungen auf ihre
Bildungsentscheidungen hat. 19 Prozent der Befragten konnten eine Aus
– oder Weiterbildung aus finanziellen Gründen nicht beginnen oder
mussten diese abbrechen. Bei jenen, die in den unteren 30 Prozent der
Einkommensverteilung liegen, sind es sogar 44 Prozent. „Gerade in
wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind gut ausgebildete Fachkräfte
ein enormer Standortvorteil. Der finanzielle Mangel schränkt daher
nicht nur die jungen Menschen selbst ein, sondern schadet uns auch
als Gesellschaft nachhaltig”, so Fenninger weiter.

Es sei daher nicht verwunderlich, dass auch die Perspektiven
dieser jungen Menschen für die Zukunft getrübt sind. Nur 38 Prozent
der finanziell schlechtergestellten Jungen blicken optimistisch in
die Zukunft. Zum Vergleich: bei den gut abgesicherten Befragten sind
es 82 Prozent. „Eine prekäre finanzielle Lage und Armut prägen das
Vertrauen in sich selbst und das Vertrauen in die Gesellschaft
negativ. Das führt zu einem Teufelskreis an Ungleichheit und wirkt
sich nachteilig auf das gesamte Leben junger Menschen aus“, gibt
Fenninger zu bedenken.

Zwtl.: Zukunft sichern mit der Kindergrundsicherung

Die Ergebnisse des AK-Jugendmonitors zeigen eindeutig, dass
finanzielle Unsicherheit Zukunftschancen nachhaltig einschränkt.
Daher fordert die Volkshilfe eine Kindergrundsicherung. Sie schafft
vereinfachten Zugang zu Infrastruktur-, Geld- und Sachleistungen,
unterstützt die Erwerbstätigkeit von Eltern und lässt Kinder Teilhabe
statt Mangel erleben, gerade auch im Bereich der Bildung. „ Eine
Kindergrundsicherung setzt dort an, wo diese Ungleichheiten
entstehen, und verhindert, dass sich Armut über Generationen hinweg
verfestigt. Zuversicht darf keine soziale Frage sein. Genau deshalb
braucht es eine Kindergrundsicherung ”, so der Volkshilfe-Direktor
abschließend.